Einsatzgebiete nach dem Studium
„Was kann ich nach einem Sportstudium machen?“
„Welche Jobs ergeben sich für mich als Absolvent eines Sportmanagement Studiums?“
In vielen Internetforen findet man genau diese oder sehr ähnliche Fragen. Dass man mit einem Sportstudium z.B. an der Deutschen Sporthochschule in Köln nicht nur Sportlehrer werden muss, ergibt sich aus den möglichen Schwerpunktfächern. Durch die Ausrichtung auf den aktiven Sport sind Absolventen eines Sportstudiums für viele Unternehmen und Branchen interessant. Gerrit Görrissen, Berufsberater in der Agentur für Arbeit, beschreibt die Einsatzbreite von Sportstudenten im Interview mit abi.de: „Wenn man nicht mit dem Ziel Lehramt studiert, muss man mit der Offenheit des Studiums umgehen können, denn man wird nicht auf einen bestimmten Beruf hin ausgebildet. Deswegen muss man während des Studiums selbst Schwerpunkte setzen, beispielsweise über Praktika.”
Als Sportstudent gilt es also, während der ersten Semester die Tätigkeiten zu finden, die einem auch als Beruf Spaß machen könnten. Für alle, die ein sportlich aktives Studium absolviert haben, stehen je nach Schwerpunktwahl z.B. folgende Berufsfelder offen:
- Schulen (als Sportlehrer)
- Sportliche Bereiche in Sportvereinen
- Organisatorische Bereich in Sportverbänden und –vereinen (z.B. Nachwuchsmanagement am Olympiastützpunkt)
- Städte und Kommunen
- Fitness- und Gesundheitszentren (z.B. als Sporttherapeut oder Leiter eines Fitnesscenter)
- Medienbranche (z.B. als Sportjournalist)
- Wirtschaftsunternehmen (z.B. Forschung & Entwicklung bei Sportartikelherstellern oder Manager im Bereich Sportsponsoring)
- Touristikunternehmen (z.B. im Bereich Sporttourismus)
- Bei Sportgeräteherstellern (Konstruktion von neuen Trainingsgeräten)
Diese Aufzählung gibt nur einen kleinen Teil der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten nach einem Sportstudium wieder und kann daher leider keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Hier kommt es insbesondere darauf an, welchen Schwerpunkt man im Studium setzt.
Bei einem Sportmanagement Studium sieht es etwas anders aus. Aufgrund der betriebswirtschaftlichen Grundausrichtung des Studiums sind die Einsatzfelder für Absolventen eingeschränkter. Diese Spezialisierung kann aber auch genau der Vorteil sein, wenn man mit einem nicht-spezialisierten BWL-Absolventen um einen Job in der Sportbranche konkurriert.
Leute, die Sportmanagement studieren, entscheiden sich für eine Karriere in den organisatorischen Abteilungen zum Beispiel in Sportvereinen oder bei Sportverbänden. Weitere Einsatzfelder sind unter anderem
- im Sportmarketing
- in Agenturen für Sportrechte und –lizenzen
- im Management von Sportstätten und Veranstaltungszentren (z.B. in Golfclubs oder Fitness-Studios/ -Ketten)
- in Sponsoringabteilungen in Wirtschaftsunternehmen
- bei Städten und Kommunen
- in Firmen oder weiteren Unternehmen, die mit Sport im Zusammenhang stehen.
Am RheinAhr Campus sieht die Quote bei den Abgängern des Studiengangs Sportmanagement laut Hochschulangaben wie folgt aus: In den organisierten Sport (Sportvereine, Sportverbände) gehen rund 40% der Sportstudenten, weitere 30% finden ihren Job sportnahen kommerziellen Unternehmen (z.B. Kleidungs- und Equipmenthersteller) und weitere 30 Prozent der sind in Unternehmen anderer Branchen angestellt, wobei sie dort auch in der Regel mit sportbezogenen Tätigkeiten wie Sponsoring betraut sind.
Fazit: Für Absolventen eines Sportstudiums, der Sportwissenschaft oder eines Sportmanagement Studiums gibt es viele Einsatzbereiche, die aber nicht alle immer gut bezahlt werden. Man sollte also während des Studiums Praktika absolvieren und wichtige Kontakte knüpfen.

